Der Mozart-Effekt – Mythos oder Fakt?

· 11. Mai 2018
Der Mozart-Effekt besagt, dass Wolfgang Amadeus Mozart Musik komponiert hat, welche eine Reihe von positiven Auswirkungen auf Menschen generell und Babys im Speziellen hat.

Aber im Gegensatz zur Meinung vieler erhöht der Mozart-Effekt nicht die Intelligenz eines Kindes.

Der Mozart-Effekt ist nur ein Mythos: Er hat keinen Einfluss auf den Verstand der Kleinen.

Trotzdem möchten wir dir gerne die anderen Vorteile vorstellen, die es gibt wenn dein Baby den Stücken dieses österreichischen Komponisten und Pianisten zuhört.

Warum Musik von Mozart?

Wolfgang Amadeus Mozart war ein sehr begabtes Kind, welches bereits im Alter von fünf Jahren anfing Musik zu komponieren. Er war sehr geschickt vor allem beim Spielen der Violine und einiger anderer Tasteninstrumente.

In seinem kurzen, aber erfolgreichen Leben (1756-1791) hat dieses musikalische Genie über 600 hochwertige Stücke geschrieben.

Wissenschaftliche Studien, welche über den Zeitraum von mehreren Jahren durchgeführt wurden, versuchten den Kompositionen des Künstlers verschiedene zusätzliche Qualitäten anzudichten, welche über ihren musikalischen Wert hinausgehen. Dementsprechend entstand der so genannte Mozart-Effekt als „wissenschaftliche“ Theorie, die von unzähligen Forschern verteidigt wurde.

Der Mozart-Effekt bei der Stimulation von Babys

Ein Konglomerat von Expertenmeinungen, Untersuchungen und Spekulationen begann im Jahr 1991, nachdem ein Buch veröffentlicht wurde. Letztendlich wurde festgestellt, dass seine Musik dank der Schläge pro Minute, den hohen Frequenzen und vielen anderen Charakteristika einzigartig ist.

Dementsprechend ist es notwendig klarzustellen, dass Mozarts Musik eine Vielzahl an nützlichen Stimuli für die emotionale Entwicklung von Babys erzeugt.

Den Mozart-Effekt kann man auch mit Kopfhörern nutzen

Stücke von Mozart und vor allem einige seiner berühmten Kompositionen wie zum Beispiel K 488 (Sonate für zwei Pianos in D-Dur) bieten therapeutischen Nutzen in den ersten paar Monaten und Jahren des Lebens.

Mozart zu hören aktiviert verschiedene Bereiche des Gehirns, überträgt gute Laune, Freude, positive Gefühle und weckt die musikalische Ader im jungen Alter.

Schlussfolgerung:

Der Mozart-Effekt verbreitete sich nicht nur rasant, er war zudem noch ein riesiger Schwindel. Er wurde gestützt von dem Gedanken, dass so etwas Großartiges wie Musik einen Einfluss auf die Intelligenz oder den IQ eines Kindes haben könnte.

Vielleicht wurde der Mozart-Effekt dadurch verewigt, dass Menschen jede neue Idee sofort in ein Produkt oder eine Ware verwandeln wollen. Er verbreitete sich durch die Gerüchteküche und Mozarts Musik fand Einzug in viele Haushalte.

Der Mozart-Effekt – Mythos oder Fakt?

Die Idee, dass Musik von Wolfgang Amadeus Mozart oder anderen Komponisten die Intelligenz oder Konzentration erhöht, oder Bereiche im Gehirn die für die motorische Koordination notwendig sind oder Lernprozesse beschleunigt, ist leider nicht wahr.

Ein Kind hört aufmerksam zu - der Mozart-Effekt

Wenn du ein intelligentes, gesundes und glückliches Baby haben willst, solltest du deine Verbindung mit ihm stärken. Rede mit ihm, singe für es, spiel mit ihm.

Wir empfehlen dir, dein Baby auf einen Spaziergang mitzunehmen, damit es die Welt entdecken kann. Außerdem kannst du ihm neue Sachen und Spielzeuge in hellen Farben geben.

Lies Geschichten vor, denke dir welche aus, streichle dein Baby, küsse es und zeig ihm deine Liebe.

Wie auch immer, wenn du die oben genannten Vorteile ausnutzen willst, kannst du es Mozart hören lassen während es schläft – in einer ruhigen, entspannenden Lautstärke.