Wie du einem hyperaktiven Kind hilfst

Hyperaktivität scheint heutzutage eine fast schon normale Störung bei Kindern zu sein. 

Man hört immer öfter wie Eltern und Lehrer sich darüber beschweren, dass sie mit einem hyperaktiven Kind zurechtkommen müssen.

Verschiedene Argumente werden benutzt, um diese Verhaltensstörung zu erklären, unter anderem exzessiver Verzehr von koffeinhaltigen Getränken. Als Folge daraus sind Besuche bei Psychologen und Psychiatern exponentiell in die Höhe geschossen.

Allerdings sollte man sehr vorsichtig dabei sein, ein Kind als „hyperaktiv“ abzustempeln. Das kann deinem Kind viele Probleme bereiten.

Es ist kein großes Problem mit einem wirklich hyperaktiven Kind oder Schüler umzugehen, wenn er oder sie die richtige Behandlung erhält.

Wenn die Situation jedoch nicht passend gehandhabt wird, kann es zu einem frustrierten, unsicheren und gestressten Kind führen.

Einige Ratschläge über Hyperaktivität bei Kindern

Ruhelose Kinder

Ein Kind, welches während eines langen Ausflugs ohne Pause rennt oder sich ständig bewegt, ist nicht gezwungenermaßen mit einem hyperaktiven Kind gleichzusetzen. Diese Verhaltensstörung zeigt sich anders.

Viele Kinder sind von Natur aus ruhelos, laut, mögen es zu rennen, klettern und alles was sie sehen anzufassen – das ist normal.

Viele Lehrer sehen diese Dinge nicht richtig. Sie verlieren ihre Geduld, weil in ihrer Klasse vielleicht fünf, sechs oder sieben ruhelose Kinder sind. Dann werden sie verzweifelt und rufen die Eltern an und schlagen ihnen vor, einen Therapeuten zu konsultieren.

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Ruhelose Kinder sind nicht hyperaktiv in dem Sinne, dass sie keine Verhaltensstörung entwickelt haben. Sie sind ganz einfach nur ruhelose Kinder.

Wenn sie lernen, gut schlafen, glücklich sind, Freunde haben und spielen, sind sie einfach nur normale Kinder, die ruhelos sind.

Wie verhalten sich hyperaktive Kinder?

Auf der anderen Seite ist ein hyperaktives Kind, eines, das ständig ruhelos ist. Seine Ruhelosigkeit beeinflusst die Entwicklung eines normalen Verhaltens für sein Alter.

Einige Charakteristika von hyperaktiven Kindern sind:

  • Probleme beim Lernen.
  • Kein Respekt vor Regeln, egal ob Familienregeln oder Spielregeln. Dadurch haben sie Probleme mit anderen Kindern.
  • Es ist sehr schwierig für sie, zu warten oder geduldig zu sein.
  • Sie handeln ohne vorher nachzudenken und sind sehr impulsiv.
  • Den ganzen Tag verbringen sie in Bewegung. Sie rennen gegen Türen und werfen Dinge.
  • Sie sind nicht in der Lage ihre Aufmerksamkeit zu bündeln und springen ständig von einem Thema zum nächsten. Es scheint, als ob sie nichts interessieren würde.

Es macht keinen Sinn auf sie böse zu werden. Es ist nutzlos sie ständig zu bitten ruhig zu sein oder ihre Aufgabe zu beenden, bevor sie aufstehen.

Sie scheinen einem zuzuhören, aber in ein paar Minuten machen sie die gleiche Sache, die du ihnen gerade verboten hast. Diese Symptome einer Hyperaktivität werden medizinisch „Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung“ genannt oder kurz „ADHS„.

Wie du einem hyperaktiven Kind hilfst

Die tägliche Kontrolle eines hyperaktiven Kindes ist eine Herausforderung für die Eltern, die für die Erziehung verantwortlich sind.

  1. Zunächst müssen die Eltern verstehen, dass Hyperaktivität nicht freiwillig ist. Das Kind ist nicht absichtlich ständig am Zappeln. Es ist nicht in der Lage, sich selbst zu kontrollieren. Also ist es wichtig, dass die verantwortlichen Erwachsenen dies im Kopf behalten und ihm mit Geduld helfen, sein Verhalten zu ändern.
  2. Zustimmung, Belohnungen und positive Bestärkung für Leistungen sind nützliche Strategien. Zum Beispiel „wenn du es schaffst, eine ganze Woche während des Essen sitzen zu bleiben, bekommst du das Spielzeug, was du dir so sehr wünschst“. Halte seinen Erfolg Tag für Tag fest und gib ihm am Ende die versprochene Belohnung.
  3. Der Sinn dieses Spiels kann für das Kind sein, zunächst für mehr als drei Minuten sitzen zu bleiben. Dies kann dann auf fünf Minuten, acht, usw. erhöht werden, bis das Ziel erreicht wird.
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  4. Steuere seine Aufmerksamkeit. Um ihm zu helfen, seine Aufmerksamkeit zu lenken, ist es eine gute Idee, jeden einzelnen Schritt, den es befolgen soll laut zu wiederholen. Tu‘ dies so oft wie nötig. Wiederhole die Schritte immer laut. Stück für Stück wird dein Kind in der Lage sein, sich selbst daran entlang zu hangeln, indem es deinen Anweisungen im Kopf folgt.
  5. Begrenze den Verzehr von koffein- und zuckerhaltigen Getränken. Der Zusammenhang zwischen Hyperaktivität und Softgetränken wird noch untersucht. Es stimmt aber, dass Koffein und zu viel Zucker als Stimulation wirken. Sie verursachen Unruhe und erschweren es, sich zu beruhigen.

Ein starker familiärer Zusammenhalt ist wichtig, um einem hyperaktiven Kind zu helfen. Eltern bilden die Grundlage für Kinder, um ihre Werte zu schaffen. Das Verhalten eines hyperaktiven Kindes hängt stark von seinen Eltern ab.

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