Positive Erziehung: Es ist an der Zeit, „ja“ zu sagen!

· 25. November 2018
Gegenseitiger Respekt steht in der Beziehung zwischen Eltern und Kindern an erster Stelle. Darauf können andere wichtige Werte aufgebaut werden. 

Heute sprechen wir über eine pädagogische Revolution, die als positive Erziehung bekannt ist. Dabei geht es darum, Disziplin durch positive Maßnahmen zu lernen.

Gegenseitiger Respekt steht in der Beziehung zwischen Eltern und Kindern an erster Stelle. Darauf können andere wichtige Werte aufgebaut werden.

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Glaubst du, du könntest aufhören das Wort „NEIN“ zu benutzen? Sicherlich kannst du das, mit ein wenig Anstrengung und Unterstützung!

Wissenschaftler versichern uns, dass eine positive Erziehung die Entwicklung von Kindern fördert. Dadurch wächst dein Kind zu einem gesünderen Erwachsenen heran, der auf das Leben vorbereitet ist.

Natürlich gibt es da noch viele weitere Vorteile. Hauptsächlich führt die Vermeidung des Wortes „nein“ zu einer besser funktionierenden Beziehung. 

Kinder, die mit positiver Erziehung großgezogen werden, helfen auch anderen Kindern. Mit der Zeit entwickeln sie gesunde Verhaltensweisen, die auf Toleranz, Kommunikation und Respekt beruhen.

Manchmal liegt uns das Wörtchen „nein“ schon auf der Zunge, auch wenn das Kind noch sehr klein ist. Zum Beispiel wenn es anfängt, zu laufen oder zu krabbeln und alles anfassen möchte.

Man flüchtet sich oft in das Wort „nein“ aus Bequemlichkeit und um Zeit zu sparen. Nein zu sagen ist einfacher, als sich die Zeit zu nehmen und die Gründe dahinter zu erklären.

Natürlich möchtest du damit deine Kinder schützen, doch es ist nicht der beste Weg, um sie zur Kooperation zu bewegen. Aus Studien geht hervor, dass die ständige Ablehnung einen negativen Einfluss auf die sprachlichen Fähigkeiten des Kindes haben.

Kinder, die oft „nein“ zu hören bekommen, haben einen schlechteren Sprachgebrauch als solche, die vermehrt positive Rückmeldungen von ihren Eltern bekommen.

Was bedeutet positive Erziehung?

Dein Kind positiv zu erziehen bedeutet nicht, ihm jeden Wunsch zu erfüllen. Es heißt auch nicht es zu verwöhnen.

Es geht eher darum den Ansatz der Erziehung zu ändern und nicht nur auf einfache Verneinungen zurückzugreifen.

Indem du deine Sprache positiver machst, hilfst du deinem Kind, die Welt um es herum besser zu verstehen. Du bist Vorbild und der beste Lehrer deines Kindes!

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Der Kinderpsychologe Abel Domínguez Llort teilt seine Gedanken über die positive Erziehung mit uns:

„Es ist eine großartige Idee: Kinder zu motivieren, damit sie sich auf ihre Möglichkeiten konzentrieren können, anstatt nur auf ihre Verbote. Das erzeugt in ihnen weniger Frustration.“

Doch er bemerkt auch:

„Aber hält uns die heutige Gesellschaft davon ab das Wort „nein“ zu hören? Werden uns immer alle Alternativen aufgezeigt, die wir haben? Ich ermutige dich dazu, genau zu urteilen. 

Niemals „nein“ zu deinen Kindern zu sagen macht sie nur schwach. Genauso wie die ganze Zeit „nein“ zu sagen.“

Das Ziel ist es, deinen Kindern zu verstehen zu geben, warum sie etwas nicht tun dürfen oder sich auf eine bestimmte Art und Weise benehmen müssen.

Du solltest deinem Kind ein Argument liefern, das seinem Alter und seiner Erfahrung entspricht.

Es gibt viele Wege, damit dein Kind dich versteht. Du kannst auch mit ihm verhandeln und ihm andere Optionen oder Aktivitäten vorschlagen. Alternativen sind besser, als ständig „nein“ zu sagen!

Was Experten zum Wort „nein“ sagen

Es ist nicht immer einfach, das Wort „nein“ zu verhindern. Das trifft vor allem dann zu, wenn sich ein Kind besonders schlecht benimmt oder sich selbst verletzen könnte.

Doch du musst nicht komplett auf „nein“ verzichten, sondern einen Ausgleich finden, wenn du mit deinem Kind sprichst. Ansonsten wird dein Kind „taub“ und hört gar nicht mehr zu. Oder es hat Angst, die Welt um sich zu erforschen.

Überlege dir attraktive Alternativen!

Noch ein interessanter Artikel: Nein sagen – so machst du es auf positive Weise!

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Reduziere den Gebrauch von „nein“ wenn möglich auf ungefähr 20%. Für die restlichen Antworten überlegst du dir passende Alternativen. So lernt dein Kind, über die verschiedenen Optionen nachzudenken und richtig zu wählen. 

Wenn Kinder zu Hause oft Ablehnungen hören, können sie frustriert werden und ihren Eltern nichts mehr erzählen wollen.

Es muss die richtige Balance herrschen, sagt die spanische Psychologin und Autorin Alicia Banderas. Und dazu fügt sie noch folgendes hinzu:

„Wenn ich möchte, dass meine Tochter etwas genau versteht, weil es gefährlich für sie oder für andere ist, dann sage ich NEIN.

Andere Male fangen wir an zu diskutieren und dies sollte nicht ständig geschehen.“

Klare Grenzen

Positive Erziehung bedeutet jedoch nicht, immer nachzugeben. Kinder brauchen Normen und Disziplin. Ziehe klare Grenzen, denn dies ist das Geheimnis einer durchsetzungsfähigen Erziehung. 

Die Autorität, die Eltern verkörpern, sollte nicht furchteinflößend sein, sondern Kindern erlauben aus Erfahrungen zu lernen.

Jedes Kind braucht Regeln und Disziplin, um zu wachsen und sich auf gesunde Weise zu entwickeln. Emotional, sozial und psychologisch.

Das Ziel ist nicht, dein Kind soweit zu beschränken, dass es sich nicht einmal traut einer Aktivität nachzugehen. Das ist nur schlecht für seine Entwicklung.

Idealerweise leiten Eltern ihre Kinder auf gesunde und positive Weise. Durch Zuneigung und liebevolle Gespräche. Deine klaren Antworten sollten dein Kind dazu auffordern, eigene und gute Entscheidungen zu treffen.