Kinderfotos auf Social Media? Vorsicht!

· 15. März 2018
Es mag harmlos erscheinen, Kinderfotos auf Social Media zu teilen. Doch es gibt eine Reihe von Dingen, die dabei beachtet werden sollten.

Es ist noch nicht allzu lange her, da hatte das Teilen von Kinderfotos noch eine andere Bedeutung. Man musste die Bilder auf den PC laden, per E-Mail verschicken oder auf eine CD brennen. Das klingt heute unglaublich mühsam, aber es war früher noch komplizierter. Doch das Veröffentlichen von Kinderfotos auf Social Media birgt Gefahren, die es sich bewusst zu machen gilt.

Heutzutage ist das Posten von Fotos und Videos, auf denen unsere Kinder zu sehen sind, soviel einfacher… und gefährlicher.

Obwohl das Teilen von Bildern so harmlos aussieht, kann es langfristig für Probleme sorgen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn du dich nicht mit den Einstellungen der Privatsphäre befasst hast oder Fremde dein Profil sehen können.

Einige Fotos mögen total unverfänglich aussehen und sind es bei genauerem Hinsehen vielleicht doch nicht.

Kinderfotos auf Social Media – du gibst mehr Preis als du denkst

Wenn du beispielsweise Fotos deiner Kinder an öffentlichen Orten postest, dann gibst du damit Aufschluss darüber wo du dich aufhältst und wie deine Gewohnheiten sind.

Wenn die Bilder in Gegenden mit vielen Kindern sind, zum Beispiel in einem Park, dann sind diese auch auf deinen Bildern – wissentlich oder unwissentlich.

Ein weiteres Beispiel sind Bilder, die vertraute Situationen mit Kindern zeigen oder in denen sie nackt oder teilweise nackt sind.

Dann gibt es auch noch Schnappschüsse, die deinem Kind peinlich sein können, wenn es älter ist. Diese Art von Bildern können auch Anlass für Mobbing, Stalking oder sogar Erpressung sein.

Kinderfotos auf Social Media Schnappschuss auf Toilette

Keine Kinderfotos auf der Toilette!

Toilettentraining ist ein Meilenstein im Leben eines Kindes und für manche eine Herausforderung. Es ist toll, dass deine Kinder sich selbstständig erleichtern können. Und auch dass du es gerade noch geschafft hast, sie auf den Topf zu setzen.

Wenn du darüber singen willst oder tanzen, dann mach das! Aber poste keine Kinderbilder oder Videos auf der Toilette!

Ebenso solltest du keine Bilder vom Windelwechseln oder beim Baden teilen. Und auch nicht, wenn du dein Kind einkleidest. Die Tatsache, dass es kleine Kinder sind, bedeutet nicht, dass sie kein Recht auf Privatsphäre haben.

Nackte Bilder oder halbnackte Bilder sind inbesondere gefährlich, wenn sie in die falschen Hände geraten.

Bitte teile keine peinlichen Momente!

Bloßstellung ist ein Mittel, was schon immer von sowohl Eltern als auch Lehrern benutzt wurde, um Kinder zu bestrafen. Aber auch wir sehen nicht gut aus, wenn wir unsere Kinder auslachen oder sie vor anderen bloßstellen.

Die Sache ist die: Alles was du in sozialen Netzwerken veröffentlichst bleibt dort. Für immer.

Wenn du wütend auf dein Kind bist, weil es etwas angestellt hat, dann machst du es nicht besser damit, es allen zu zeigen.

Das ist etwas, was in den eigenen vier Wänden bleiben sollte. Du wirst dich nicht besser fühlen nachdem du der Welt mitgeteilt hat, was dein Kind angestellt hat.

Keine Kinderfotos auf Social Media mit anderen Kindern

Wenn es dir nichts ausmacht Bilder deiner Kinder zu teilen, dann ist das deine Sache. Als Mutter, als Vater oder als Erziehungsberechtigter liegt das in deiner Verantwortung.

Aber was du keinesfalls tun darfst, ist Fotos oder Videos zu teilen, auf denen auch noch andere Kinder zu sehen sind. 

Kinderfotos auf Social Media halbnacktes Baby

Niemand hält dich auf, wenn du Fotos oder Videos im Park machst. Auch nicht bei Schulveranstaltungen, Geburtstagsfeiern oder anderswo, wenn Kinder zusammen sind.

Aber diese Bilder veröffentlichen kannst du nur, wenn du die Erlaubnis der Eltern der anderen Kinder hast. Genauso sollte niemand Fotos deiner Kinder posten.

Verschicke keine Kinderfotos auf Social Media wenn sie krank sind

Kinder sind manchmal zuckersüß wenn sie krank sind. Und es ist eine Sache, der Oma ein Bild zu schicken, um ihr zu zeigen wie süß der Enkel ist, selbst wenn er kränkelt.

Doch es ist etwas ganz anderes der Welt ein Bild von deinem Kind zu zeigen, wenn es am verletzlichsten ist.

In diesen Momenten der Verletzlichkeit solltest du die Privatshpäre deines Kindes respektieren. Was dir niedlich erscheint, kann anderen bemitleidenswert vorkommen.

Und du weißt nie, wo deine Bilder landen wenn sie einmal online sind.

Keine Kinderfotos mit persönlichen Informationen

Ein Bild kann mehr als tausend Worte sagen. Ein Bild mit persönlichen Daten zu veröffentlichen ist ein großes Risiko. 

So kannst du enthüllen, wo dein Kind zur Schule geht, deine Adresse und/oder deine Telefonnummer wird bekannt, (wenn sie auf dem Schulranzen oder anderswo steht) außerdem deine täglichen Gewohnheiten und noch vieles mehr.

Du bringst dich und dein Kind in Gefahr, wenn du persönliche Daten öffentlich machst. Es kommt nicht von ungefähr, dass viele Länder die Persönlichkeitsrechte verschärfen.

Vergiss nicht, dass du dich und kein Kind durch das Posten von persönlichen Informationen in Gefahr bringst.

Eine letzte Reflexion und ein Haftungsausschluss

Die Tatsache, dass viele Menschen sich nichts dabei denken Kinderfotos auf Social Media zu posten, bedeutet nicht, dass du dasselbe tun musst. Es liegt an dir, die Privatsphäre deiner Familie auch online zu schützen.

Und was ist mit den Bildern in diesem Artikel? Es sind alles Bilder von einem seriösen Anbieter und alle sind – wie erforderlich – zum Gebrauch autorisiert.