Gründe für die Fütterung mit Zwiemilch

· 17. Juni 2018
Wenn ein Baby sowohl mit Muttermilch als auch mit Milchnahrung gefüttert wird, spricht man von der Fütterung mit Zwiemilch. Diese Art der Ernährung von Neugeborenen wird von vielen Müttern gewählt.

Obwohl sie normalerweise nicht die erste Wahl ist, stellt die Fütterung mit Zwiemilch für viele Mütter die ideale Kombination dar. Diese Entscheidung wird manchmal durch die Schwierigkeiten beim alleinigen Stillen begründet.

Wenn man noch nie etwas von ihr gehört hat, fragt man sich vielleicht was Zwiemilch eigentlich ist, ob die Fütterung mit Zwiemilch die Entwicklung des Babys beeinflusst und wann sie empfohlen wird.

Wir werden diese Fragen nachfolgend beantworten.

Gründe für die Fütterung mit Zwiemilch

Normalerweise wählen Mütter entweder ausschließliches Stillen oder eine ausschließliche Ernährung mit der Flasche. Die Kombination von beidem ist meist das Ergebnis von Problemen mit einer der Methoden seitens der Mutter oder des Kindes .

Fütterung mit Zwiemilch wird durch Baby oder Eltern entschieden

Für die Entscheidung für die Fütterung mit Zwiemilch können Mütter viele verschiedene Gründe haben. Sie lassen sich wie folgt einteilen:

  • Für sich selbst. Viele Frauen haben schlechte Erfahrungen mit dem Stillen gemacht und halten es für besser, es mit Milchnahrung zu kombinieren.
  • Für das Baby. Verschiedene Faktoren können dazu führen, dass das Baby nicht genug Nährstoffe aus der Muttermilch bekommt, so dass eine zusätzliche Nahrungsergänzung erforderlich ist.

Stillen vs. Fütterung mit Zwiemilch

Für eine Mutter, die gerade entbunden hat, ist es ein ganz besonderer Moment ihr Kind zum ersten Mal an die Brust zu legen. Es ist ein einzigartiger und unvergleichbarer Moment für sie.

Häufig führt die Frustration eines schlechten „Andockens“ dazu, dass die Mutter das Stillen als Stressquelle ansieht. Je gestresster die Mutter ist, desto schwieriger wird das Stillen.

In dieser Situation wird oft entschieden, dass die Zufütterung von Milchnahrung besser ist, als das Stillen ganz aufzugeben.

Trotzdem ist es besser für dich, wenn du dich bei Fragen an deine Hebamme wendest. Oftmals können die Probleme mit ihr zusammen gelöst werden.

Stillen reicht für die Ernährung deines Babys in der Regel aus. Aber auch Zwiemilch oder Milchnahrung kann diese Aufgabe adäquat erfüllen.

Wenn Stillen nicht ausreicht

Die Produktion der Muttermilch verläuft bei jeder Frau anders. Im letzten Trimester bereitet sich der Körper bereits auf das Stillen vor.

Nach der Geburt und dem Ausstoßen der Plazenta ist der Körper bereit zum Stillen.

Allerdings kann der Milchbedarf des Babys größer sein, als die produzierte Milch oder das Baby kann Schwierigkeiten haben, an der Brustwarze anzudocken. Aufgrund dieser Probleme wird das Baby nicht gut ernährt.

Fütterung mit Zwiemilch durch unangenehmes Stillen

Es ist normal, dass ein Neugeborenes sofort nach der Geburt abnimmt und sich nach den ersten Tagen problemlos erholt. Du solltest dich nach Rücksprache mit deinem Arzt für eine Fütterung mit Zwiemilch entscheiden, wenn dies nicht der Fall ist.

„Die Mutterschaft ist der wichtigste aller Berufe. Sie erfordert mehr Wissen als alles andere, was mit Menschen zu tun hat.“
-Elizabeth Cady Stanton-

Kann die Fütterung mit Zwiemilch schiefgehen?

Dein Baby wird letztendlich die Methode wählen, die ihm am besten gefällt. Ansonsten entscheiden die Eltern, was für alle am besten ist.

Es stellt kein Problem dar, das Baby durchgehend mit Muttermilch und Milchnahrung zu füttern. Mache dir keine zu großen Gedanken über das Stillen oder die ausschließliche Ernährung mit der Flasche.

Irgendwann wirst du jedoch nicht mehr in der Lage sein, beide Methoden beizubehalten und einer von euch – entweder du oder dein Baby – entscheidet sich schließlich für eine der Methoden.

Wenn dein Baby nicht die Flasche sondern deine Brust will, ist es das Beste ihm nachzugeben. Die Beziehung zwischen Baby und Mutter ist eine ganz besondere Bindung, die beim Stillen gestärkt wird.

Wenn das Baby sich aber für die Flasche entscheidet, tut es dies wahrscheinlich, weil das Saugen an der Flasche bequemer ist, als an der Brust.

Die Ernährung eines Neugeborenen mag sehr viel Verantwortung erfordern, sodass sie erdrückend werden kann.

Entspanne dich. Dein Baby wird dir Hinweise geben, was zu tun ist.  Vor allem aber werden die Ärzte dir alle Fragen beantworten können und dir hilfreich zur Seite stehen.