Die Eröffnungsphase der Geburt

· 11. Juni 2018
Die Geburt besteht aus mehreren Phasen. Die erste davon ist die Eröffnungsphase. Wusstest du, dass du dich bis zu 10 Zentimeter dehnen kannst?

Zweifellos ist es unglaublich, zu was dein Körper fähig ist, um ein Baby zur Welt zu bringen. Wenn du mehr über die Eröffnungsphase wissen willst, lies weiter.

In der Eröffnungsphase öffnet sich der Gebärmutterhals oder der Gebärmuttermund. Dieser Kanal ist direkt mit der Vagina verbunden.

Die Eröffnungsphase ist ein langsamer und schmerzhafter Schritt, aber er bereitet dich auf den Moment vor, auf den du gewartet hast: die Geburt deines Babys.

Viele Frauen erleben die Eröffnungsphase als etwas absolut Unerträgliches. Dies gilt vor allem für Erstgebärende, da sie lange brauchen, um sich ausreichend zu weiten. Es ist wirklich schwierig, den Schmerz für so viele Stunden zu ertragen.

Wenn du diese Erfahrung noch nicht gemacht hast, bist du wahrscheinlich ein wenig besorgt über die Schmerzen, von denen wir sprechen. Keine Sorge, es ist ganz normal, nervös zu sein.

Wir werden dir alles erklären, was du über die Eröffnungsphase wissen musst.

Wie wird die Eröffnungsphase ausgelöst?

Wenn sich deine Gebärmutter zusammenzieht, dehnen sich die Muskelfasern der Gebärmutterwand aus und weiten sich. Diese Kontraktionen erzeugen Schmerzen, die mit fortschreitender Annäherung an die Geburt stärker werden.

In der Eröffnungsphase öffnet sich der Gebärmuttermund

Die Eröffnungsphase kann in zwei weitere Phasen unterteilt werden:

  • Latenzphase. Diese Anfangsphase führt zwar nur zu einer Dehnung von 3 cm, sie ist aber die längste Phase. Unregelmäßige Kontraktionen, die im Laufe der Zeit intensiver und häufiger werden, führen zu der Dehnung.
  • Aktive Eröffnungsphase. Die zweite und letzte Phase der Eröffnungsphase bringt dich von 3 cm auf 10 cm Dehnung. Diese Phase ist viel schneller als die vorherige, da die Kontraktionen viel häufiger und intensiver sind. Wenn du 10 cm erreicht hast, hat die Geburt offiziell begonnen

„Lass deinen Körper tun, wozu er bereit ist.“

Was kann man tun, um die Eröffnungsphase zu unterstützen?

Wir wissen, dass es schwierig ist, aber versuche, so ruhig wie möglich zu bleiben. Natürlich wird es die Geburt auch nicht beschleunigen, wenn man ruhig bleibt.

Es geht vielmehr darum, der Natur die Macht zu überlassen. Lass deinen Körper tun, wozu er bereit ist.

Wenn du besonders nervös oder ängstlich bist, neigen deine Muskeln dazu, sich zusammenzuziehen. Das macht es nur noch unangenehmer und erschwert die Eröffnungsphase.

Mit einem kleinen Spaziergang verhilfst du deinem Baby in die richtige Position für die weitere Geburt.

Ein wenig Gehen trägt auch zur Öffnung der Gebärmutterwand bei. Ein kleiner Rundgang kann sogar helfen, einige der Schmerzen und Beschwerden zu lindern.

Du kannst auch verschiedene Positionen ausprobieren, die dir bestimmt helfen werden:

  • Lege dich sich auf dem Bett auf die Seite und lege ein Kissen zwischen deine Beine. Diese Position erleichtert das Öffnen des Gebärmuttermundes und stützt zudem die untere Wirbelsäule.
  • Setze dich auf einen Stuhl, der nach hinten zeigt. Dies wird deinen Rücken entspannen und die Eröffnungsphase beschleunigen.
  • Stell dich auf dem Bett auf allen Viere. Schaukle langsam vor und zurück.

Du kannst auch einen Pilates-Übungsball benutzen. Diese Bälle sind in der Schwangerschaft und besonders in den langen Stunden der Eröffnungsphase sehr wohltuend.

Setz dich auf den Ball und lass dich sanft pendeln und federe ganz leicht auf den Ball.

Die Eröffnungsphase kann man unterstützen

Die Eröffnungsphase mit Epiduralanästhesie

Eine Epiduralanästhesie ist eine Injektion in den Wirbelkanal. Sie besteht aus einer Lokalanästhesie und dient dazu, die untere Körperhälfte zu betäuben (von der Taille abwärts).

Wenn wir von Epiduralanästhesie in der Eröffnungsphase sprechen, kommen mehrere Fragen auf.

  • Tut sie weh? Die Epiduralanästhesie wird in einen empfindlichen Bereich gespritzt, so dass es bei der Injektion zu Schmerzen kommen kann.
  • Werde ich irgendetwas spüren? Wenn die Epiduralanästhesie wirkt, verliert man das Gefühl nicht ganz aber man spürt eine große Erleichterung von den Schmerzen der Wehen. Die Geburt wird genauso weitergehen, aber mit weniger Schmerzen.
  • Wie weit muss ich für eine Epiduralanästhesie gedehnt sein? Du kannst deine Epiduralanästhesie bekommen, wenn du 3 oder 4 Zentimeter Dehnung erreicht hast. Wenn du 8 oder 9 Zentimeter ohne Epiduralanästhesie erreicht hast, ist die Injektion nicht mehr notwendig. Dann hast du das Schlimmste schon hinter dir.
  • Dauert die Eröffnungsphase mit einer Epiduralanästhesie länger? Neuere Untersuchungen bestätigen, dass die Eröffnungsphase mit einer Epiduralanästhesie nicht länger dauert.

Wenn du weitere Fragen hast, sprich mit deinem Arzt, Gynäkologen, Geburtshelfer oder deiner Hebamme. Sie können dir bei allem helfen, was du über PDAs und ihre Durchführung wissen musst.