Wie Kinder Empathie lernen

· 5. November 2018
Es ist sehr wichtig, Empathie beizubringen, denn es ist die Grundlage für alle guten Beziehungen. Ein gutes Einfühlungsvermögen führt zu einem gesünderen und erfüllterem Leben.

Empathie ist eine sehr wertvolle Eigenschaft, von der dein Kind das ganze Leben lang profitieren wird. Denn Mitgefühl ermöglicht es ihm, andere zu verstehen und ihnen zu helfen.

Verschiedene Arten von Empathie

Um sich in andere einfühlen zu können, muss man ihre Gesten, Worte, Emotionen und Reaktionen beobachten. Dabei unterscheidet man drei Arten von Mitgefühl: 

  • Kognitive Empathie bedeutet, sich mental in die Situation einer anderen Person hineinzuversetzen und ihren Standpunkt zu verstehen, ohne jedoch darüber zu urteilen.
  • Die emotionale Empathie bezieht sich auf die Gefühle einer anderen Person.
  • Die mitfühlende Empathie bezieht sich auf das Einfühlungsvermögen, das man jemandem entgegenbringt, der Sorgen hat und Hilfe benörigt. Es geht darum, dieser Person spontan und ohne Weiteres zu helfen.
Empathie: 2 Mädchen spielen

Warum ist Empathie wichtig?

Mitgefühl ist entscheidend für den Aufbau guter zwischenmenschlicher Beziehungen und insbesondere für die Stärkung und Förderung familiärer Bindungen.

Wenn zu Hause Probleme auftreten, können mit Mitgefühl Konflikte gelöst werden. Denn damit kann man sich in die Lage der anderen Person hineinversetzen. Mitgefühl ermöglicht es uns, ihre Meinung zu verstehen, auch wenn man sie selbst nicht teilt.

Empathie ist entscheidend für den Aufbau guter zwischenmenschlicher Beziehungen, insbesondere zur Stärkung und Pflege familiärer Bindungen.

Wie lernen Kinder Empathie?

Wie alle moralischen Werte muss das Einfühlungsvermögen von klein auf zu Hause gefördert werden. Wichtig ist das Vorbild der Eltern, denn sie sind für Kinder die wichtigsten Bezugspersonen.

Hier ein paar Tipps:

  1. Hilf deinem Kind, ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln, damit es sich in andere hineinversetzen kann, ohne dabei Schaden zu nehmen.
  2. Bringe ihm bei, ein guter Zuhörer zu sein, damit es weiß, was andere denken und fühlen.
  3. Sprich über deine Gefühle und Emotionen, damit dein Kind versteht, dass jeder andere Gefühle hat.
  4. Ermutige und lade zum Nachdenken ein, wie sich andere in bestimmten Situationen fühlen könnten.
  5. Korrigiere dein Kind, wenn es abfällige Bemerkungen über andere macht.
  6. Lass dein Kind fühlen, dass es Recht hat, wenn es Empathie zeigt.
  7. Gehe mit gutem Beispiel voran, damit dein Kind sieht, wie erfüllend es ist, anderen zu helfen oder zuzuhören.

Empathie: Mutter mit Sohn

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Praktische Wege, Kindern Empathie beizubringen

Es gibt viele Möglichkeiten, Kindern zu helfen, Mitgefühl zu entwickeln. Hier ein paar Beispiele:

  • Male und benutze Masken, um Ausdrücke von Freude, Traurigkeit, Wut und Angst darzustellen.
  • Lest Geschichten und schaut euch Filme an, in denen es um Emotionen geht.
  • Beschreibe deinem Kind verschiedene Situationen, in die es sich hineinversetzen kann, um darüber nachzudenken, wie andere fühlen und denken.
  • Stelle deinem Kind immer wieder fragen, damit es über die Gefühle anderer nachdenken kann: „Was würdest du tun, wenn…“, „Stell dir vor, du wärst in dieser Situation“…

Wertvolle Vorteile von Empathie

Obwohl die Entwicklung von Mitgefühl ein langsamer Prozess ist, der viel Zeit in Anspruch nimmt, lohnt es sich!

  • Empathie hilft Menschen, tiefere Beziehungen einzugehen.
  • Kinder lernen, Gefühle zu teilen.
  • Sie können die Fähigkeit entwickeln, in schmerzhaften Situationen mitfühlend zu reagieren.
  • Mitgefühl fördert eine effektivere Kommunikation.
  • Eine mitfühlende Person ist objektiver und fairer, sie hat weniger Vorurteile und kann andere besser verstehen.
  • Auch das Selbstwertgefühl wird damit gestärkt. Außerdem fällt so lernen einfacher.

Vergiss nicht, deinem Kind immer mit gutem Beispiel voranzugehen. So lernt es am besten!