Was ist der Landau-Reflex?

17. Mai 2018
Der Landau-Reflex ist eine der vielen Reaktionen, die dein Baby hat, obwohl es seinen Körper noch nicht bewusst bewegen kann. Wenn dieser Reflex auftritt, ist das ein Anzeichen für die korrekte Entwicklung des Babys.

Der Landau-Reflex ist einer von vielen, die in den ersten Lebensmonaten des Babys auftreten. Zusammen mit anderen Reflexen ist er Anzeichen dafür, dass das Nervensystem effizient funktioniert. Hier erzählen wir dir, worin er besteht, seine Eigenschaften und welche anderen Reflexe in den ersten Lebensmonaten untersucht werden.

Der Landau-Reflex ist eine unwillkürliche Reaktion auf einen Reiz. Reflexe sind Handlungen unseres Organismus. Wir tragen sie in unserer DNA, da ihre Hauptfunktion darin besteht, dass sich die Person an ihre Umwelt anpassen kann.

Sie können primär sein, das heißt, wir werden mit ihnen geboren, zum Beispiel Gähnen, Niesen oder Blinzeln. Sekundäre Reize sind diejenigen, die wir im Laufe unseres Lebens „erlernen“.

Um den Landau-Reflex zu beurteilen, wird das Baby mit dem Gesicht nach unten auf unseren Arm gelegt, wobei ein rechter Winkel mit unserem Unterarm gebildet wird. Das Baby sollte in dieser Position seinen Rumpf begradigen und die Gliedmaßen und den Kopf heben.

Das Baby sollte durch den Landau-Reflex seinen Rumpf begradigen und die Gliedmaßen und den Kopf heben.

Im Allgemeinen werden diese Bewegungen von der Beugung der Knie und Ellbogen begleitet. Was das Baby mit diesen Handlungen versucht, ist, dem Effekt der Schwerkraft entgegenzuwirken, während es den Kopf hebt, um einen visuellen Bezugspunkt zu finden.

„Reflexionen können primär sein, das heißt diejenigen, mit denen wir geboren sind; oder sekundär, das heißt, diejenigen, die wir im Laufe der Zeit lernen “

Eigenschaften des Landau-Reflex

  • Er tritt ab dem vierten Lebensmonat auf und verschwindet im Alter von zwei Jahren, obwohl viele Forscher meinen, er trete schon kurz nach dem ersten Lebensjahr nicht mehr auf.
  • Er kombiniert den tonischen Labyrinthreflex (TLR) mit dem tonischen Nackenreflex und dem visuellen.
  • Wenn das Baby willkürliche und bewusste Bewegungen machen kann, beginnt dieser Reflex weniger wahrnehmbar zu werden.
  • Am besten ist es, wenn ein Spezialist die Untersuchung durchführt. Zwei Gründe sprechen dafür: Erstens wird er in der Lage sein, die Reaktion des Babys besser zu bewerten: Wenn du nicht in der Lage bist, die Bewegung deines Babys zu kontrollieren, könnte es fallen oder sich durch eine plötzliche oder unpassende Bewegungen verletzen.

Was kann die Abwesenheit eines Reflexes bedeuten?

Das Fehlen dieser Reaktion kann auf eine motorische Schwäche des Babys hindeuten, für die es notwendig sein wird, die motorische Entwicklung entsprechend zu fördern. Auch eine geringe mentale Reifung kann verantwortlich sein. In diesen Fällen ist es am besten, die vom Kinderarzt getroffenen Maßnahmen zu berücksichtigen.

Ärzte untersuchen das Vorhandensein dieser Reflexe sehr früh im Leben der Babys. Die Bewertung ist nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ. Das heißt, nicht nur das Vorhandensein eines Reflexes wird registriert, sondern auch seine Ausführung, auch wenn es völlig unfreiwillig ist.

Wenn der erwartete Reflex nicht auftritt, könnte dies ein Anzeichen für eine bestimmte Art von Mangel sein. Eine schwach ausgeprägte Bewegungsfähigkeit kann zum Beispiel ein Symptom für Muskelschwäche sein. Wenn die Ausübung stark ausgeprägt ist, könnte das ein Ergebnis einer Entzugserscheinung sein. Eine asymmetrische Bewegung könnte auf eine Verletzung von Nervenwurzeln hindeuten.

Andere frühkindliche Reflexe

Der Landau-Reflex ist nicht der einzige in den ersten Lebensmonaten von Babys. Unter den wichtigsten können wir auch nennen:

  • Greifreflex: tritt auf, wenn das Baby seine Faust schließt, um deinen Finger oder ein Objekt in der Nähe zu greifen.
  • Gehreflex: das Baby versucht zu laufen, wenn seine Füße eine harte Oberfläche berühren.
Neben dem Landau-Reflex gibt es noch viele weitere, die der Arzt in den ersten Lebensmonaten untersuchen wird.

  • Galantreflex oder Rückgratreflex: Du streichelst dem Baby in Bauchlage die Haut neben der Wirbelsäule. Es erfolgt eine Beugung der Wirbelsäule zur Seite des Reizes hin.
  • Bauchreflex: Wie der vorherige, aber stattdessen wird der Bauchbereich stimuliert. Dies sollte eine Beugung des Rumpfes verursachen.
  • Kriechreflex: Wir sollten das Baby mit dem Gesicht nach unten legen. Es wird versuchen, seine Beine zu bewegen, um zu kriechen. Dieser Reflex tritt die ersten 3 Monaten auf, lange vor dem endgültigen Krabbeln.
  • Krabbelreflex: Tritt auf, wenn der vorher genannte Reflex ausreichend entwickelt ist. Wir sollten das Baby bäuchlings auf eine feste Oberfläche legen, die es ihm erlaubt, sich abzustützen. Er wird sofort reagieren und sich in eine Krabbelposition begeben. Dieser Reflex beginnt mit etwa 6 oder 7 Monaten und dauert an bis das Kind beginnt zu laufen.

 

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