Ab wann sollte man keine Windeln mehr nehmen?

31. Mai 2018
Kinder entwickeln sich in Etappen. Lass uns heute über das Stadium sprechen, ab dem dein Kind keine Windeln mehr tragen sollte.

Das Training aufs Töpfchen zu gehen und die Windeln hinter sich zu lassen ist eine der wichtigsten Herausforderungen (und Leistungen), denen unsere Kinder in den ersten Lebensjahren ausgesetzt sind.

Beide Elternteile und Kinder müssen in den Prozess des Töpfchentrainings einbezogen werden. Aber das Wichtigste ist, es zur richtigen Zeit zu tun.

Warum ist es so wichtig, zu üben auf das Töpfchen zu gehen?

Windeln werden zum Gegenstand, den dein Baby am häufigsten benutzt. Es ist das erste Accessoire nach der Geburt.

Es kann ziemlich schwierig sein, dein Kind dazu zu bringen, keine Windeln mehr zu benutzen. Das gilt besonders, wenn sie sich nicht in der richtigen Entwicklungsstufe befinden.

Sobald der Prozess beginnt, nähert sich das Kind einem Stadium der Autonomie und des Wissens über seinen eigenen Körper und dessen Funktionsweise.

Zu üben auf das Töpfchen zu gehen, bringt dein Kind in eine neue Phase seiner sozialen und emotionalen Entwicklung. Kinder werden einen Gegenstand verlieren, der ihnen früher das Gefühl von Sicherheit gab. Dafür allerdings erlangen sie ein neues Gefühl der Freiheit.

Wann sollte man beginnen, keine Windeln mehr zu nehmen?

Baby auf Töpfchen

Die Entwicklung von Kindern ist ein sich ständig weiterentwickelnder Prozess. Erkenne, dass Eltern keine große Veränderungen vornehmen können, ohne die Folgen zu berücksichtigen.

Ohne es zu merken, können wir als Eltern unseren Kindern helfen, erwachsen zu werden, aber wir können ihnen auch schaden.

Wenn wir das richtige Stadium nicht erkennen, in dem unser Kind aufhören sollte, Windeln zu benutzen, können wir emotionale und soziale Schwierigkeiten für unsere Kleinen schaffen. Und die können sie bis zu ihrem Leben als Erwachsene begleiten.

Um dieses Stadium zu identifizieren, muss folgendes sichergestellt werden:

  • Die beste Zeit, um zu beginnen, dein Kind an das Töpfchen zu gewöhnen, ist zwischen 18 Monaten und 2 Jahren. Aber nur solange keine biologischen oder physiologischen Unregelmäßigkeiten auftreten.
  • Das Baby muss eine neurologische Reife erreicht haben, die es erlaubt, sich selbst zu kontrollieren.
  • Das Kind sollte selbst erkennen können, ob die Windel nass ist oder sich die Textur verändert hat.
  • Es muss auch bemerken können, dass etwas unangenehm ist.
  • Kinder wollen ihre Eltern in Bezug auf die Badezimmernutzung nachahmen.

Wenn wir diese Kriterien bei unserem Kind erkennen, können wir mit den Techniken des Töpfchentrainings anfangen. So können wir allmählich damit aufhören, Windeln zu benutzen.

Methoden zur Überprüfung, welches Stadium erreicht ist

Um zu überprüfen, ob dieses Stadium erreicht ist, können wir z.B. versuchen, ihnen viel Flüssigkeit zu geben. Dann können wir ein paar Stunden warten, um zu sehen, wie sie reagieren, wenn sie das Bedürfnis haben, zu urinieren.

Vielleicht gibt dir dein Kind ein Zeichen, als würde es die Windel berühren, einen bestimmten Gesichtsausdruck machen oder sich auf eine bestimmte Art und Weise bewegen. Damit zeigt es an, dass sich das Kind dessen bewusst ist, was es erlebt, und dass es sich nicht in einer Phase befindet, in der es noch normal ist, Windeln zu tragen.

Baby mit Windeln

Wenn das Kind selbst erkennen kann, dass es aufs Töpfchen muss, hat es den Impuls, seinen Schließmuskel zu kontrollieren. Es gibt jedoch überhaupt kein Anzeichen von Kontrolle, ohne das Bewusstsein darüber.

Kinder sollten nicht gezwungen werden, Phasen zu überwinden, die sie noch gar nicht erreicht haben. Zum Beispiel zeigt das Kind in der ersten Phase der Blasenkontrolle, dass es nass ist, wenn der Harndrang bereits vorbei ist.

In fortgeschritteneren Stadien sagen sie uns, dass sie urinieren. Im nächsten Stadium warnen sie uns, bevor es passiert. Wenn wir sicher sind, dass sie alle drei Stufen überwunden haben, ist es an der Zeit, auf Windeln zu verzichten und zu beginnen, das Töpfchen zu nutzen.

Bitte beachte, dass dieser Prozess langsam ist, sich aber ständig weiterentwickelt. Zeige Interesse, beobachte die Signale, die dein Kind dir gibt, und ermutige es mit lieben Worten und Gesten. Lobe  jede kleine Entwicklung, um den weiteren Fortschritt zu unterstützen.

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