Mutter zu sein ist eine Wahl, keine Verpflichtung!

· 21. April 2018
Keine Frau sollte sich verpflichtet fühlen Kinder zu haben.

Mutter zu sein ist eine Wahl und keine Pflicht!

Wir alle wissen, dass einige Frauen nicht darauf vorbereitet sind Mutter zu sein. Das kann an natürlichen oder gesellschaftlichen Hindernissen liegen. Andere dagegen entscheiden einfach, dass Mutterschaft für sie keine Option ist.

Das ist allgemein ein sehr kontroverses Thema, denn es gibt sehr radikale Meinungen dazu, und zwar in die eine wie in die andere Richtung. Zuerst jedoch müssen wir die Meinungen und Rechte aller berücksichtigen und respektieren. Mutter zu sein ist eine Wahl, aber ebenso ist es eine Wahl, sich gegen Kinder zu entscheiden.

Frauen sind physiologisch dazu veranlagt schwanger zu werden, doch diese Veranlagung passt nicht mit den Zielen oder der Lebenseinstellung jeder einzelnen Frau zusammen. 

Die Tatsache, dass wir in der Lage sind zu gebären bedeutet nicht, dass wir auch müssen. Auch wenn uns die Gesellschaft das für viele Jahre – unter Druck – vermittelt hat.

Es kommt häufig vor, dass Frauen sehr zwiegespalten zum Thema Mutterschaft sind. 

Glückliche Mütter verstehen oft nicht, wie andere Frauen Kinder ablehnen können. Auf der andere Seite glauben diese Frauen oft nicht, dass Mütter tatsächlich auch glücklich sein können.

Die Mutterschaft wird zu einem Hindernis, wenn es darum geht verschiedene und auch gegensätzliche Standpunkte zu vertreten. Wenn wir das Recht auf eine Wahl pro oder contra dem Muttersein verteidigen, macht uns das nicht weniger liebevoll unseren eigenen Kindern gegenüber.

Jeder Mensch sollte frei sein in der Entscheidung, was er oder sie aus seinem Leben macht. Und das sollte jeder akzeptieren.

Traurigerweise werden Frauen, die sich gegen Kinder entschieden haben, nicht immer respektiert. Doch jeden Tag wird diese Gruppe größer und größer.

Heute glauben viele Frauen, dass das Leben das sie leben mit Kindern so nicht möglich wäre. Dahinter stecken oft persönliche und berufliche Interessen. Für diesen Standpunkt sollte niemand verurteilt werden.

 Mutter zu sein ist eine Wahl – kinderlos zu bleiben ebenfalls!

Im Jahr 2015 kam ein argentinischer Film heraus, der die Frage der Mutterschaft sehr kritisch betrachtet hat (auch wenn das nicht das Ziel des Films war). Die Hauptdarstellerin Maribel Verdu war 44 Jahre alt und damit genauso alt wie ihre Rolle der Vicky.

Der Film mit dem Titel Sin Hijos (No Kids) hat ein Thema aufgegriffen, das in Lateinamerika immer noch kontrovers diskutiert wird. Deshalb war auch die Reaktion der Öffentlichkeit so stark.

Die Schauspielerin ist eine der Frauen, die die Meinung „Mutter zu sein ist eine Wahl und keine Verpflichtung“ vertreten hat. Sie hat ihr Recht verteidigt, ihr Leben so zu gestalten, wie es ihrer Meinung nach am besten zu ihr passt. Und wie so viele andere ist sie es Leid, dass sie permanent gefragt wird, warum sie keine Kinder hat.

Der Film gibt akkurat wieder, dass es oftmals so ist, dass andere Frauen sich fragen, wie jemand über 40 nie den Wunsch verspürt hat, Mutter zu werden. Diese Frauen betrachten kinderlose Frauen dann entweder mit Frust oder mitleidig, weil sie unangepasst an die Normen der Gesellschaft leben.

Vicky, die Protagonistin von „No Kids“, hat ihre Position radikal vertreten. Das schließt Äußerungen ein, die viele nur denken, aber nicht wagen auszusprechen.

Einige denken auch, dass sie allein schon dadurch schlechte Mütter sind, dass sie einmal offen sagen, dass ihre Kinder auch der eigenen persönlichen Entwicklung im Weg stehen können. Sie haben Angst, dass andere sie verurteilen.

Was der Film vermitteln will ist, dass wir die Meinung der anderen respektieren sollen. Frauen ohne Kinder sollten Mütter nicht verabscheuen und umgekehrt. Es reicht doch, dass die Gesellschaft Menschen Entscheidungen aufzwingt; wir alle sollten frei sein, solange wir andere damit nicht verletzen.

Mutter zu sein ist eine Wahl und manchmal auch eine Verpflichtung

Frauen verdienen die Chance, sich klar zu machen, was sie mit ihrem Leben erreichen wollen. Doch nicht immer existiert diese Option.

Gäbe es einen Fokus auf individuelle Rechte, dann hätten viele Mütter früherer Zeiten ihr Leben anders gestaltet und andere Entscheidungen getroffen.

Wenn wir das Für und Wider der Mutterschaft abwägen, so werden wir viele Gründe dagegen finden, oder zumindest Gründe, um sie hinauszuzögern. Die Umstände Kinder zu bekommen sind nicht immer die besten, und manchmal bedarf es ein bisschen Planung. 

Wir sind dahingehend verpflichtet, dass wir unsere Situation bestmöglich analysieren und Verantwortung für unser Handeln übernehmen.

Es ist wichtig, dass wir auf uns selbst Acht geben und darüber nachdenken, welche Art von Leben wir unseren Kindern ermöglichen wollen. Wenn wir diese Entscheidung richtig treffen, dann werden wir auch zum richtigen Zeitpunkt Mutter werden, und nicht wegen des sozialen Drucks.