Was passiert im Gehirn deines Kindes wenn es spielt?

29. Mai 2018
Was passiert im Gehirn deines Kindes wenn es spielt? Wenn du das sehen könntest, dann würdest du jede Menge Aktivitäten wahrnehmen. Obwohl viele Eltern nicht an den Nutzen des Spielens glauben ist es tatsächlich eine sehr komplizierte Aktivität, die viele hormonelle Reaktionen im Gehirn auslöst.

Jedes Mal wenn dein Kind spielt, dann ist sein Gehirn in einer Art Aufruhr. Chemische Reaktionen finden statt, bei denen Endorphine und Enkephaline ausgeschüttet werden. Diese Stoffe verringern die Anspannung und machen dein Kind so ruhiger und glücklicher. Das alles passiert im Gehirn deines Kindes wenn es spielt!

Das ist auch der Grund dafür, warum wir unsere kreativsten Momente während des Spielens erleben.

Sehen wir es so: Spielen ist die beste Aktivität, die beste Lernquelle, die beste Übung, Herausforderung und Spaß zugleich. 

Der Nutzen ist für Kinder unglaublich groß. Sowohl körperlich als auch mental und sozial profitieren sie davon zu Spielen. Das rührt daher, dass der Vorgang des Spielens chemische und hormonelle Prozesse im Gehirn auslöst.

Wenn dein Kind spielt, dann schüttet sein Gehirn Serotonin aus. Das ist ein Hormon, welches für den Ausgleich und die Regulierung unserer Stimmung zuständig ist.

Das bedeutet ganz konkret, dass Spielen Stress reduziert und Kinder in eine bessere Stimmung versetzt. Durch das Spielen wird auch ein Stoff namens Acetylcholin ausgeschüttet, der für die Konzentration, das Gedächtnis und das Lernen zuständig ist.

Gleichzeit sorgt Dopamin dafür, dass dein Kind motiviert wird, sich auch körperlich zu betätigen. Seine Muskeln reagieren also ebenfalls auf das Spielen. Diese Substanz regt auch ihre Vorstellungskraft an und hilft ihnen dabei fantastische Bilder und Wesen zu erschaffen.

Gehirn deines Kindes wenn es spielt

Was passiert im Gehirn deines Kindes wenn es spielt?

Wenn ein Kind spielt, dann lernt sein Gehirn Konflikte zu lösen und Mechanismen zu entwickeln, die für das Leben in der Gemeinschaft notwendig sind. Es reicht schon, wenn zwei Kinder sich anschauen und lächeln: Dann werden sie bald anfangen miteinander zu spielen.

Das Spielen ist schon lange ein nachweislich positiver Reiz für die Kreativität von Kindern. Das kommt daher, dass sie beim Spielen das, was sie zuvor gelernt haben, wieder herstellen und neu organisieren. Spielen ist sozusagen eine Aufbereitung von Gelerntem.

Ein weiterer Vorteil des Spielens ist die Möglichkeit dabei mit Regeln umgehen zu lernen, vor allem wenn in der Gruppe gespielt wird.

Viele junge Menschen lernen Sprachen zum Beispiel einfacher mit Liedern und Spielen. Das ist ein weiteres Zeichen dafür, dass Kinder durch das, was wir „Spielen“ nennen am besten lernen.

Studien haben gezeigt, dass das Gehirn leichter lernt, wenn beim Lernen eine Aktivität stattfindet die Spaß macht. Deshalb lernen Kinder beispielsweise wie man sein Zimmer aufräumt oder wie man eine andere Sprache lernt, wenn sie dabei zu einem Spiel aufgefordert werden, bei dem sie Neues ausprobieren können.

Wie die Spanische Vereinigung von Kinderärzten erklärt hat, so stimuliert Spielen das Lernen, die Neugier und die Kreativität bei Kindern. Außerdem hilft es ihnen psycho-motorische Fähigkeiten auszubilden.

Wenn ein Kind spielt, dann profitiert es davon in vielfältiger Weise. Körperlich, emotional und auch intellektuell kann es sich dadurch weiter entwickeln. Deshalb raten Kinderärzte dazu, neue Aktivitäten als Spiel zu gestalten und nicht als Pflicht.

Gehirn deines Kindes wenn es spielt

Die emotionalen Vorteile des Spielens

Spielen ist das wichtigste Fach auf dem Stundenplan eines Kindes. Genauer gesagt, baut es den Druck aus der Schule ab und den Stress den die Hausaufgaben mit sich bringen.

Vielleicht genau deshalb empfiehlt die Spanische Psychologin und Autorin Rosa Jove dass Eltern, die ihre Kinder respektvoll erziehen wollen, sie immer auch spielen lassen.

Jove fordert uns auch dazu auf zu verstehen, dass Kinder wie Erwachsene unter Stress leiden. Was also im Gehirn deines Kindes wenn es spielt passiert, ist, dass Stress abgebaut wird.  Sie spielen zu lassen wird das ganze häusliche Familienleben harmonischer werden lassen. Wenn Kinder spielen, dann profitiert wahrlich der ganze Haushalt.

Die Autorin erklärt Eltern, dass Kinder mit 6 Jahren oder älter nicht mehr als zwei Stunden frei spielen können. Das bedeutet, dass Eltern die Freizeit ihrer Kinder respektieren sollten.

Vermeide, dass sie in zu viele stressige Aktivitäten eingespannt sind. Vergiss nicht, dass die wirklichen Vorteile des Spielens – sowohl für Erwachsene als auch für Kinder – darin bestehen, dass Spielen Lernen bedeutet.

Vor allen Dingen hilft Spielen jungen Kindern dabei nach außen soziale Bindungen zu entwickeln und gleichzeitig ihr Inneres zu stärken.

Also du fragst dich vielleicht: „Was passiert im Gehirn deines Kindes wenn es spielt?“ Die Antwort ist ganz einfach: Magie!

Ob sie mit einer Puppe oder einem Ball spielen, sich beim Versteck spielen oder in einer Fantasiewelt verlieren – Spielen hilft Kindern Spaß zu haben, sich zu entspannen, zu träumen und auch Probleme zu lösen.

Deshalb ist es so wichtig Kinder spielen zu lassen!

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