Töpfchentraining mit der Montessori-Pädagogik

· 23. Juni 2018
Es ist egal, welche Methode du dir aussuchst, das wichtigste ist, das du dein Kind nicht unter Druck setzt. Stattdessen solltest du ihm die Zeit geben, die es braucht, um sich daran zu gewöhnen.

Maria Montessori war eine italienische Ärztin Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie hat uns ein pädagogisches Bildungskonzept hinterlassen, das heutzutage sogar in speziellen Montessori-Schulen angewandt wird. Mit ihrem Wissen, wollte sie helfen, verschiedene Aspekte des Mutterseins zu verbessern. Bei dieser Gelegenheit möchten wir dir etwas über die Montessori-Pädagogik fürs Töpfchentraining erzählen.

Normalerweise durchlaufen Kinder diese Phase ohne gravierende Folgen. Was uns Eltern betrifft, ist das Schlimmste, was passieren kann, dass wir etwas öfter einen kleinen Unfall aufwischen müssen.

Aber es ist egal, welche Methode du dir aussuchst, das wichtigste ist, das du dein Kind nicht unter Druck setzt. Stattdessen solltest du ihm die Zeit geben, die es braucht, um sich daran zu gewöhnen. Auf diese Weise kannst du eine mögliche negative psychologische Auswirkung vermeiden.

Wie kann man wissen, ob die Montessori-Pädagogik funktioniert?

die montessori-pädagogik fürs töpchentraining

Die Montessori-Pädagogik hat große Erfolge auf der ganzen Welt erzielt. Das Konzept dieser Spezialistin für Kinderentwicklung weist eine hohe Effektivität auf. Jedoch hängt das Ergebnis, das wir durch ihre Töpfchentraining-Methode erreichen, davon ab, wie und wann wir sie anwenden.

Genauso wichtig ist es, den richtigen Moment abzuwarten. Denn jedes Kind ist anders und lernt in seinem eigenen Tempo. Sobald das Kind und wir bereit sind, wird die Methode viel einfacher funktionieren.

Laut Maria Montessori, ist es am besten, den persönlichen Entwicklungsprozess deines Kleinen zu respektieren. Daher dienen Ansätze von Selbstständigkeit deines Kindes als Signal.

Dein Kind wird sich zu seiner eigenen Zeit an die Umgebung anpassen. Genauso ist es unsere Aufgabe wenn wir das wachsende Verlangen nach Unabhängigkeit an unserem Kind erkennen ihm den richtigen Weg zu zeigen, damit es sein Ziel selbst erreichen kann.

Tipps von Maria Montessori um die Windeln loszuwerden

Maria Montessoris Pädagogik für das Töpfchentraining basiert auf der Eigenständigkeit des Kindes. Als Eltern werden wir manchmal ungeduldig und wollen den Prozess beschleunigen. Es gibt viele Gründe, warum wir versuchen unser Kind windelfrei zu bekommen, obwohl es noch nicht bereit dazu ist.

Maria Montessori hält es als Ärztin und Pädagogin für sehr wichtig, diesen Prozess zu respektieren. Mit anderen Worten sollten wir geduldig warten und gleichzeitig unsere Hilfe anbieten, damit unser Kind sein Ziel erreichen kann. Nachfolgend kommen die wichtigsten Gründe für diese Methode.

Es kommt nicht auf das Alter an

Auch wenn dein Kind alt genug fürs Töpfchentraining ist, heißt dies nicht, dass es bereit dafür ist. In den meisten Methoden heißt es sobald das Kind 2 Jahre alt ist wird es Zeit die Windel loszuwerden.

Die Montessori-Pädagogik empfiehlt jedoch, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist, wenn das Kind in der Lage ist, seinen Schließmuskel zu kontrollieren. Das Alter eines Kindes spielt wahrscheinlich eine Rolle in diesem Zusammenhang, aber es ist nicht der entscheidende Faktor. Jedoch kommt diese Fähigkeit nicht von selbst, dein Kind muss sie erst erlernen.

Es gibt keine falsche Jahreszeit

Manchmal warten wir auf eine bestimmte Zeit des Jahres, um unserem Kind beizubringen, die Windeln aufzugeben. Zum Beispiel fangen viele Eltern im Sommer mit dem Töpfchentraining an. Es ist einfacher einen Unfall aufzuwischen und das Kind kann mit weniger Kleidung herumlaufen ohne dass man sich Sorgen machen muss, dass sich das Kind erkälten könnte.

Außerdem fühlen wir uns vielleicht gezwungen mit dem Entwöhnen zu beginnen, da unser Kind schon bald in den Kindergarten geht. Aber nur, weil es draußen warm ist und der Kindergarten bald beginnt, bedeutet es nicht, dass unser Kind schon bereit dafür ist.

montessori-pädagogik zur windelentwöhnung

Montessori erklärte, dass es wichtig ist, dass dein Kind sich nicht auf andere verlassen muss, um sein Problem zu lösen. Daher muss das Kind wissen, wie man die Toilette benutzt und immer leichten Zugang dazu haben.

Wenn dein Kind ein Töpfchen, Urinal oder einen Aufsatz hat, müssen diese Gegenstände immer in Reichweite sein. Auf diese Weise kann dein Kind, wenn es merkt, dass es muss, alleine zur Toilette gehen und seine Aufgabe ganz alleine bewältigen.

Achte auf die Körpersprache deine Kindes

Oft wenden Eltern die Technik an, ihr Kind dazu zu zwingen sich aufs Töpfchen zu setzen und solange sitzen zu bleiben, bis es sein Geschäft verrichtet haben. Für dein Kind fühlt es sich wie eine Art Strafe an und es ist alles andere als motivierend. Es ist am besten, dein Kind nicht auf das Töpfchen zu setzen.

Die Montessori-Pädagogik empfiehlt, dass wir auf die Gesten unserer Kleinen achten, die signalisieren, dass es Zeit ist, auf die Toilette zu gehen. Außerdem sollten wir öfter nachfragen, ob es „Pipi“ oder „Kaka“ machen muss.

Vermeiden des Belohnungssystems

montessori-pädagogik für das Töpfchentraining

Der Anpassungsprozess sollte für dich und dein Kind natürlich sein. Es ist keine besondere Fähigkeit oder Talent, deshalb sollten wir das Belohnen vermeiden, weil dies ein neuer Schritt in der Entwicklung deines Kindes sein soll.

Früher oder später wird unser Kind die erforderliche Reife erlangen und es ist wichtig, dass es dieses Ziel auf natürlichem Wege erreicht. Außerdem entsteht durch das Belohnen viel Druck bei deinem Kind und Frustration, wenn es sein Ziel nicht erreicht.

Verwarne oder bestrafe dein Kind nicht

Wenn dein Kind genau wüsste, was es tun soll, würden wir nicht über dieses Thema sprechen. Wie können wir verlangen, dass unsere Kinder ihre Gewohnheit von ein auf den anderen Tag ändern, wenn sie ihr bisheriges Leben lang nur Windeln getragen haben? Dein Kind kennt noch keinen anderen Weg um „Pipi“ oder „Kaka“ zu machen als in die Windel.

Daher solltest du dich auf nasse Kleidung und Flecken einstellen und diese akzeptieren. Interpretiere die Unfälle deines Kind nicht als Rebellion oder Ungehorsamkeit. Es lernt noch.

Wir müssen geduldig und liebevoll sein und bei der offensichtlichen Tollpatschigkeit unseres Kindes nicht wütend werden. Mehr als alles andere müssen wir unsere Kinder motivieren, ihr Ziel zu erreichen. Versuche kleinen Unfällen keine große Bedeutung zu schenken. Erkläre deinem Kind einfach die Situation, ohne eine große Sache daraus zu machen.

Rom wurde nicht an einem Tag errichtet

Wenn du die Windeln abschaffen willst, erwarte nicht, dass dies innerhalb eines bestimmten Zeitraumes passiert. Es gibt Methoden, die das Töpfchentraining in nur drei Tagen oder einer Woche versprechen. Wir wissen jedoch, dass das in der Praxis nicht so einfach ist.

Versuche die Methode, die am natürlichsten ist, ohne Druck oder hohe Erwartungen. Wende die Methode mit dem gleichen Feingefühl an, das dein Kind in jedem Bereich verdient. Vermeide Fristen zu setzen und sieh, wie schnell der Stress verschwindet.