Erziehe dein Kind ohne Drohungen

18. August 2018
Drohungen helfen nicht dabei, das Verhalten deines Kindes zu verändern. Hier sind ein paar Tipps, wie dein Kind ohne Drohungen zu erziehen ist.

Dein Kind ohne Drohungen zu erziehen, ist der einzige Weg, das Verhalten deines Kindes nachhaltig zu verändern.

Ohne Drohungen erziehen Mutter

Der Einsatz von Drohungen führt normalerweise zum gegenteiligen Ergebnis. Das Kind tendiert dazu, sich sogar schlechter zu verhalten, statt dir zu gehorchen. Ohne Drohungen zu erziehen lohnt sich langfristig.

Drohungen sind kein nützliches Erziehungsmittel, da sie oft zu Machtkämpfen und Auseinandersetzungen führen. Sie können auch dazu führen, dass sich dein Kind entmutigt fühlt.

Kinder zu bedrohen entzieht ihnen die Gelegenheit, zu lernen – vor allem, wenn es das einzige und absolute Mittel ist, dein Kind zum kooperieren zu bringen.

Kurzfristig mag dein Kind sich vielleicht dem fügen, was du sagt. Langfristig jedoch haben Drohungen die Macht, sein Selbstwertgefühl und alles, was mit seiner psycho-emotionalen Gesundheit zu tun hat, ernsthaft zu beeinträchtigen.

Kinder hassen Drohungen. Wenn ihnen gedroht wird, werden sie einfach nach größerer Unabhängigkeit streben.

Wenn du dein Kind vor einer Konsequenz oder Strafe für seine Handlungen warnst, ist es wichtig, dass dies etwas ist, das du auch einhalten kannst.

Denke daran, dass eine irrationale Drohung oder eine unverhältnismäßige Drohung deinem Kind nichts über die realistischen Konsequenzen seines Verhaltens beibringt.

Wenn Eltern sich dafür entscheiden, ihre Kinder ohne Drohungen zu erziehen, so stärkt dies ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden, und dies gilt nicht nur für die Eltern, sondern auch für ihre Kinder.

Es erlaubt ihnen, gesündere Bindungen zu schaffen und so entsteht ein harmonisches Umfeld, in dem die besten Eigenschaften aller Beteiligten betont und verstärkt werden.

Ohne Drohungen erziehen Tochter und Mutter

5 Tipps, wie man ohne Drohungen erzieht

Manchmal ist es keine leichte Aufgabe, ohne Drohungen zu erziehen. Viele Mütter fühlen sich nicht verantwortlich dafür, wenn ihre Kinder nicht das tun, was sie von ihnen verlangen. Als Ergebnis beginnen sie, den Kindern zu drohen, damit diese kooperieren.

Hier sind einige Tipps, die dir helfen, die notwendigen Ziele ohne den Einsatz von Drohungen zu erreichen.

1. Verhindere Machtkämpfe

Die Referenz im Leben deines Kindes zu sein, beginnt mit der Entscheidung, dich nicht von seinem Verhalten oder Fehlverhalten ablenken zu lassen.

Wenn du dein Kind darum bittest, eine Aufgabe zu erfüllen, wird das Kind die Macht spüren, die es hat, wenn es die Aufgabe erfüllt oder eben nicht.

Wenn wir die irrationalen Gedanken genauer untersuchen, die unsere Unzufriedenheit erzeugen, werden wir dadurch ihren negativen Effekt verringern. Dies wird dazu führen, dass sich das Drama, die Drohungen und die Erpressungen reduzieren.

Anstatt auf dein Kind zuzugehen, wenn du etwas brauchst, oder wenn es etwas tun soll, begleite es, respektiere seine Zurückhaltung, ohne es dabei zu kritisieren.

2. Kontrolliere deine Emotionen

Wenn du in der Lage bist, mit deinen eigenen Emotionen und Reaktionen umzugehen, wirst du eher dazu neigen, Logik einzusetzen, um dein Kind von der Wichtigkeit der Ausführung einer Aufgabe zu überzeugen.

Deshalb wirst du eure Zusammenarbeit auf natürliche Weise und mit stiller Autorität erreichen.

Wenn Eltern, die sich gut unter Kontrolle haben, merken, dass ihre Kinder sich unangebracht verhalten, müssen sie keinen Machtkampf anfangen, weil sie die Macht wirklich haben.

3. Sei zuversichtlich

Zuversichtlich und selbstbewusst zu sein bestätigt deine Führungsposition und vermindert die Möglichkeit der Rebellion deines Kindes.

Wenn dein Kind dich als stabil und verlässlich empfindet, ganz unabhängig davon, ob es sich gut oder schlecht aufführt, dann erfüllst du sein Bedürfnis danach, sich beschützt und umsorgt zu fühlen.

Kinder sind grundsätzlich glücklicher, wenn sie jemanden haben, der sie zuversichtlich anleitet, ohne sich zu ärgern.

Ohne Drohungen erziehen Vater und Sohn

4. Bespreche negative Konsequenzen im Voraus

Du solltest ihnen die negativen Konsequenzen eines Regelbruches zu einem guten Zeitpunkt erklären. Timeouts, Einschränkungen der Privilegien deines Kindes oder logische Konsequenzen können ihm helfen, aus seinen Fehlern zu lernen.

Denke an die Konsequenzen, die für dein Kind am effektivsten sind. Einige Konsequenzen die gut für ein bestimmtes Kind funktionieren, klappen bei einem anderen jedoch nicht.

Plane spezifische Konsequenzen für spezifische Vergehen. Wenn du angemessene Konsequenzen für ihre Handlungen hast, hast du kein schlechtes Gewissen, wenn es an der Zeit ist, sie durchzuführen.

5. Warne dein Kind

Wenn dein Kind eine Strafe erwartet für einen Mangel an Respekt oder für Fehlverhalten, zögere nicht, es zu warnen. Da es in der Vergangenheit bestraft worden ist, wird es wissen, dass deine Warnungen ernst zu nehmen sind.

Du solltest ihm drei Warnungen geben, bevor du eine Strafe für sein Verhalten umsetzt. Denke daran, dass die meisten Kindern bei einer oder bei zwei Warnungen aufhören werden.

Dein Kind ohne die Anwendung von Drohungen zu erziehen, kann einfacher sein, als es scheint. Man muss einfach Einsatz zeigen und wissen, wann es gesund ist, mit einem Kind ernsthaft zu reden.

Vergiss nicht, dass uns Kinder nicht nur dafür brauchen, um etwas über ihre Pflichten zu lernen, sondern auch, um Liebe und Verständnis zu erhalten.

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