Kinder müssen lernen, zu schlafen

· 19. November 2018
Wir müssen unseren Kindern beibringen, zu schlafen. In diesem Artikel werden wir uns dabei vor allem auf Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren beziehen.

Als Eltern sind wir die ersten Menschen, die unseren Kindern beibringen, wie sie richtig schlafen gehen. Außerhalb der Gebärmutter ist das Ausruhen nun einmal nicht dasselbe.

Es ist unsere Aufgabe, ein stabiles Schlafmuster für unsere Kinder zu erreichen. Dabei müssen wir Schritt für Schritt vorgehen. Junge Kinder benötigen eine stabile Schlafroutine, um die Ruhe zu bekommen, die sie brauchen.

Die Qualität des Schlafes hat dabei eine direkte Auswirkung auf die Gesundheit unserer Kinder. Deshalb ist es für uns so wichtig, einen gesunden Schlaf zu gewährleisten.

Denn es stimmt: Je mehr Kinder schlafen, desto mehr wachsen sie!

Schlafgewohnheiten von Kindern

Nachdem ein Kind das Alter von zwei Jahren erreicht hat, werden sich seine Schlafgewohnheiten drastisch ändern. Wir müssen dann ein angemessenes Umfeld mit entsprechenden Bedingungen schaffen, damit es lernen kann, richtig zu schlafen.

In diesem Alter neigen Kinder dazu, ungefähr 13 Stunden am Tag zu schlafen. Im Alter von drei bis fünf Jahren beginnen Kinder damit, ungefähr 10 Stunden am Tag zu schlafen.

Warum ändern sich die Schlafgewohnheiten von Kindern? Die Antwort ist sehr einfach:

Schlafgewohnheiten bleiben bei Menschen niemals gleich! Unsere biologische Uhr wird ständig an die körperlichen Veränderungen in unseren Körpern angepasst und versucht, die jeweils benötigte Menge an Ruhe zu erhalten.

Baby im Arm

In dieser Phase ist es ganz normal, dass Kinder aus dem ein oder anderen Grund nachts aufwachen.

Dies wird jedoch im Laufe des Wachstums immer weniger passieren und Kinder wachen nur noch für kürzere Zeiträume auf – meistens für ca. 20 Minuten.

Schlafen zu lernen, wird Zeit und Mühe kosten. Letztendlich profitieren aber alle davon.

Das Schlafmuster sollte routiniert und regelmäßig eingehalten werden, bis das Kind ein Alter von zehn Jahren erreicht hat.

Schlafen lernen: Ein Lernprozess mit mehreren Stufen

Wenn ein Kind sprechen lernt, kann es mit uns kommunizieren und uns mitteilen, wie es ihm geht und was es braucht, wenn es einmal nachts aufwacht.

Während dieser Phasen ist es wichtig, dass Eltern die Schlafroutinen ihrer Kinder einhalten. Es braucht Zeit und Mühe, bis sich das Kind vollständig an eine Routine gewöhnt hat.

Gehe auf die Bedürfnisse des Kindes ein und hilf ihm dabei, alles zu haben was es benötigt, um einen erholsamen Schlaf zu bekommen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Kinder bis zu ihrem 5. Lebensjahr die Hilfe ihrer Eltern brauchen, um einschlafen zu können.

Es ist sehr wichtig, dass Eltern Regeln aufstellen. Sie sollten wissen, wie sie auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen können, ohne sie zu verhätscheln.

Eltern müssen lernen, zu unterscheiden, wann ihr Kind ein echtes Bedürfnis hat und wann es versucht, sie zu manipulieren.

Es ist völlig normal, dass Kinder versuchen, zu verhandeln und nach verschiedenen Dingen zu fragen, wenn sie nachts aufwachen.

Wenn dies geschieht, empfehlen Experten, dass Eltern ihren Kindern zu verstehen geben sollten, dass sie alleine schlafen können und dass ihnen nichts Böses geschehen wird.

Mache ihnen klar, dass sie schlafen müssen, um Energie für den nächsten Tag zu haben und am nächsten Morgen wieder spielen zu können.

Versuche, eine angespannte Umgebung möglichst zu vermeiden. Du solltest ein Kind nicht spät in der Nacht bestrafen, nur weil es gerade aufgewacht ist. Dies wird dein Vorhaben nur noch komplizierter machen.

Bis zum Alter von fünf Jahren sollten Kinder am Nachmittag ein einstündiges Nickerchen machen. Diese Nickerchen sollten nicht unnötig verlängert werden. Ansonsten könnten sie verhindern, dass das Kind nachts schläft.

Du musst deinen Kindern beibringen, richtig zu schlafen

  • Halte dich an eine Routine, um ein stabiles Schlafmuster für deine Kinder zu erreichen. Es ist wichtig, dass Kinder jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett gehen und aufwachen. Die Eltern sollten auch verhindern, dass ihre Kinder hungrig ins Bett gehen oder vorher viel Flüssigkeit trinken. Dadurch kannst du Aufwachen durch Hunger oder Harndrang vermeiden.
  • Die Schlafroutine der Kinder kann auch Aktivitäten beinhalten, die ihnen dabei helfen, sich zu entspannen. Das kann zum Beispiel sein: Ein Bad nehmen, eine Geschichte lesen oder ein Gute-Nacht-Lied singen. Erkläre deinem Kind, dass du immer in der Nähe bist, wenn es dich brauchen sollte – auch wenn es schläft. Dies wird ihnen dabei helfen, Trennungsängste zu überwinden.
Schlafen und Kuscheln

  • Es ist wichtig, dass Kinder nicht mit einer Strafe ins Bett gehen. Du solltest sie nicht damit bedrohen, was passieren wird, wenn sie nicht sofort schlafen. Diese Art der Erziehung wird ihnen nicht weiterhelfen, ganz im Gegenteil: du verletzt dein Kind damit und machst ihm Angst.

Spielen vor dem Schlafengehen?

Viele Eltern bringen ihr Kind ins Bett, wenn es erschöpft. Vielleicht versuchen sie sogar, ihre Kinder müde zu machen, falls sie immer noch viel Energie haben.

Denk aber daran, dass du es deinen Kindern manchmal unbeabsichtigt sogar schwieriger machst, schlafen zu gehen, wenn du sie vorher zum Spielen aufforderst.

Es ist erwiesen, dass sich elektronische Geräte stimulierend auf Kinder auswirken und sie daran hindern, einzuschlafen.

Mit elektronischen Geräten meinen wir dabei Fernseher, Tablets, Mobiltelefone, Konsolen und andere Geräte, die künstliches Licht abgeben.

Schlafen lernen kann ganz einfach sein – wenn wir wissen, wie man geduldig bleibt und eine konstante und kohärente Routine einführt.

Und natürlich darf ganz viel Liebe nicht fehlen, wenn es darum geht, unseren Kindern etwas beizubringen.