Fehlende Stimulation

24. Mai 2018
Nicht alle Kinder werden geistig richtig und oft genug gefördert. Fehlende Stimulation kann zu Verzögerungen bei der Entwicklung des Babys führen. Wie man den Reizmangel erkennt und wie man das Problem im Laufe der Zeit lösen kann, kannst du hier nachlesen.

Babys brauchen Pflege, Liebe und Aufmerksamkeit – besonders von ihren Eltern und Geschwistern (wenn sie sie haben). Ansonsten neigen Babys ohne wesentliche Interaktionen, die sie motivieren und anregen, und ohne Stimulation zu Entwicklungsverzögerungen auf unterschiedlichen Ebenen und Arten.

Mangelnde Stimulation kann geringfügige psychische, emotionale und soziale Folgen haben. Das zeigt sich in verschiedenen Arten von Stagnation während ihres Wachstums. Dies kann z.B. die Rückständigkeit intellektueller Fähigkeiten, Schwierigkeiten bei der Integration in die Gesellschaft, mangelhafter Umgang mit ihren Gefühlen oder mangelnde Selbstkontrolle sein.

Aggressive Reaktionen eines Kleinkindes zeigen bestimmte Mängel, die in den ersten Lebensmonaten auftreten können. Sie sind in der Regel Folgen von Frustration durch mangelnde Aufmerksamkeit, Motivation und frühzeitige Stimulation.

Was ist Frühstimulation und wozu dient sie?

Kind Pilot

„Stimulation oder frühe Aufmerksamkeit bietet den Kindern die besten Möglichkeiten zur körperlichen, geistigen und sozialen Entwicklung, wodurch ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten es ihnen ermöglichen, besser zu sein, als sie es ohne die Umgebung, die reich an intellektuellen und körperlichen, qualitativen Stimuli ist, gewesen wären.“ – Wikipedia

Die Stimulation ist ein Hilfsmittel, das alle Mütter lernen müssen, während des Wachstums ihres Kindes zu entwickeln. Sie dient der Festigung der Persönlichkeit, des Selbstwertgefühls und der sozialen Integration.

Es ist unerlässlich, dass Kinder vom Mutterleib bis ins Alter von 7 Jahren gut stimuliert werden. Denn ihr Gehirn ist in diesem Zeitraum sehr formbar.

Liebe ist der wichtigste positive Reiz für Babys. Ein Mangel an Liebe kann die Einbindung des Kindes in die Gesellschaft negativ beeinflussen und ein Aufmerksamkeitsdefizit begünstigen.

Wie erkennt man einen Stimulationsmangel bei Babys?

Kind hält sich fest

Mütter kennen ihre Babys instinktiv. Aber manchmal erkennen wir bestimmte Aspekte nicht, die eventuell nicht vollkommen normal sind. Einige Möglichkeiten, um zu erkennen, ob dein Kind zusätzliche Reize benötigt, sind folgende:

  • Langsamer Fortschritt der grobmotorischen Fähigkeiten
  • Schlechter Umgang mit Feinmotorik im Verhältnis zu seinem Alter
  • Schwierigkeiten bei der Bewältigung einfacher Aktivitäten wie z.B. Krabbeln
  • Extreme Schüchternheit
  • Sprachprobleme oder langsames Sprechen
  • Geringes Selbstwertgefühl (häufiger Gebrauch von Sätzen wie „Ich kann nicht“, „Ich weiß nicht“, usw.)
  • Nur wenige zwischenmenschliche Beziehungen

Was tun bei fehlender Stimulation?

Sobald wir an unserem Kleinen ein Verhalten entdeckt haben, das einen Mangel an Reizen vermuten lässt, können wir bestimmte Maßnahmen ergreifen, um das Problem zu ändern und/oder es mit Hilfsmitteln zu kombinieren, die ein Profi nach der Untersuchung unseres Kindes zur Verfügung stellt.

  • In jedem Stadium des Wachstums des Babys ist es möglich, Reize oder Aktivitäten einzubinden, die seinem Alter entsprechend entwicklungsgerecht sind. Zum Beispiel: Tanzen, Singen von Kinderliedern und Verstecken spielen.
  • Umarmungen, Küsse, Berührungen, Massagen, Lachen und Reden sind Mittel der Anregung, die Liebe, Geduld und Gelassenheit mit sich bringen. Das wird dir helfen, die Bindung zu deinem Baby zu stärken.
  • Die Stimmung deines Babys kann sich ändern, nur weil es das Gefühl hat, nicht genug Aufmerksamkeit zu bekommen. Sie lernen nicht, indem sie ignoriert werden. Wir helfen ihnen durch Wiederholung und Demonstration von Tätigkeiten.
  • Der einfachste Weg, die Stimmung des Kindes zu ändern, ist, es zu umarmen und Zeit mit ihm zu verbringen. Je mehr Kinder im Arm gehalten werden, desto positiver und befriedigender sind die Ergebnisse.
  • Professionelle Hilfe ist eine gute Option für komplexere Fälle. Sie kann unseren Kindern in psychomotorischen, kognitiven und emotionalen Bereichen helfen.
  • Gruppentherapie ermöglicht die Sozialisation mit anderen Kindern mit den gleichen Schwierigkeiten. Dabei werden Musik, Formen, Farben und spezifische Lernübungen, die später zu Hause angewendet werden können, genutzt.

Ab der Geburt haben Babys das Bedürfnis zu lernen und die Welt um sich herum zu entdecken. Die Unterstützung in dieser Phase mit guten Reizen (voller Liebe) wird sich positiv auf viele Aspekte ihres Lebens und den nahestehenden Personenkreis um sie herum auswirken.

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