Schüchternes Kind, wie erkenne ich es?

Introvertierte Kinder werden als Kinder gesehen, die in ihrer eigenen Welt versunken sind. Kinder, die gerne allein sind und sich bewusst dafür entscheiden, allerdings nicht wegen Unsicherheiten oder mangelnder sozialer Fähigkeiten.
Schüchternes Kind, wie erkenne ich es?

Letzte Aktualisierung: 08. September 2018

Du möchtest wissen, ob du ein schüchternes Kind hast? Dann musst du zuerst wissen, wie man den Unterschied zwischen einer introvertierten Person und jemandem, der Schwierigkeiten bei der Kontaktpflege hat, erkennt.

Introvertierte Kinder werden als Kinder gesehen, die in ihrer eigenen Welt versunken sind. Kinder, die gerne allein sind und sich bewusst dafür entscheiden, allerdings nicht wegen Unsicherheiten oder mangelnder sozialer Fähigkeiten.

Es gibt zwei Hauptfaktoren bei schüchternen Persönlichkeiten, einer davon ist, dass ein Elternteil des Kindes schüchtern ist und das Kind das Verhalten seines Elternteils imitiert. Der zweite ist das genaue Gegenteil: Eltern, die sehr sozial und gleichzeitig überfürsorglich sind.

Diese beiden Antriebsfaktoren sind nach neuesten psychologischen Theorien die Hauptursachen für ein schüchternes Kind.

Die ideale Lösung hierfür ist, dem Kind zu helfen, andere Bereiche seines Lebens zu entwickeln und zu lernen, sich auf seine eigene Weise auszudrücken.

Die Entwicklung dieser Kinder sollte ohne Druck sein. Eltern sollten vermeiden, übervorsichtig zu sein, was bekanntlich eine der Ursachen für Schüchternheit ist.

schüchternes Kind

Introvertiert zu sein, ist kein Verbrechen

Die Gesellschaft hat es uns als Vorbild verkauft, dass extrovertierte Menschen erfolgreich sind. Die Schüchternen, egal wie talentiert, müssen zuerst an sich selbst arbeiten, um mehr mit der Welt zu interagieren.

Doch introvertiert zu sein, ist nicht unbedingt negativ. Es gibt genügend Beispiele, z.B. Albert Einstein, Jk Rowling und Dr. Seuss, um nur einige zu nennen. Obwohl sie wenig Sozialkompetenz zeigten, zeichneten sie sich in anderen Bereichen wie Innovation, Kreativität und Sensibilität aus. Ihre Arbeit veränderte zweifellos die Welt.

Introvertierte Menschen genießen die Stille. Sie sind analytisch, klug und sehr auf die Dinge konzentriert, die sie mögen. Deshalb bevorzugen sie ruhige Räume. Allein sein erlaubt es ihnen, sich zu konzentrieren, im Gegenteil zu Extrovertierten, die dazu neigen, laut zu denken und es lieben, in einem sozialen Umfeld zu sein.

Wie wir sehen können, gibt es zwei verschiedene Persönlichkeiten und beide sind sehr verschieden. Wenn ein Kind aus Angst vor sozialer Interaktion aufhört, sich in irgendeiner Form zu bewegen, dann gilt es als ein schüchternes Kind.

Wenn es in Situationen, in denen es nicht unbedingt nötig wäre, viel weint, und wenn es sich regelmäßig isoliert – sind das alles Symptome sozialer Ängste, die von einem Spezialisten eingeschätzt werden sollten.

Es gibt auch Fälle, in denen Kinder schon sehr früh soziale Phobien in abgeschwächter und anhaltender Weise manifestieren. Dies ist eine Situation, in der Psychotherapie angewendet werden kann und vor allem eine grundlegende Unterstützung durch die Schule notwendig ist.

schüchternes Kind

Einige Eltern tragen dazu bei, dass ihr Kind ein schüchternes Kind wird

Nach einem Bericht der kanadischen Zeitschrift “Today’s Parent”, die sich auf die Gesundheit von Familie und Kindern spezialisiert hat, tragen Eltern manchmal versehentlich zur Schüchternheit ihrer Kinder bei.

In dem Bericht gibt es eine interessante Aussage des renommierten amerikanischen Autors und Professors Michael Reist: “Wenn Eltern oder andere Erwachsene versuchen, die Schüchternheit eines Kindes zu korrigieren, macht das bei Kindern keinen Sinn, wir müssen den Kindern zeigen, dass es in Ordnung ist, sich nicht so zu verhalten wie andere.”

Außerdem sollten Eltern wissen, dass übertriebener Schutz eine Hauptursache dafür ist, dass ein Kind ängstlich wird. Übermäßiger Schutz kann zu Unsicherheiten und niedrigem Selbstwertgefühl führen, das ein Kind schüchtern werden lässt.

Eine kürzlich von der New York Times veröffentlichte Studie, die auf Umfragen von mehr als 100.000 Studenten der University of Pennsylvania basiert, bestätigt, dass Angst ein sehr häufiges Gesundheitsproblem von Studenten ist. Die Studie ergab auch, dass 1 von 6 Schülern an Depressionen, Stress oder Ängsten leidet.

Der Bericht bestätigt auch, dass einer der Hauptgründe für diese Probleme der übermäßige Schutz der Eltern war.



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