Die Elternschaft bereuen: Was nun?

· 13. August 2018
Die ersten Wochen nach denen das Baby auf der Welt ist, können anstrengend sein und so unerträglich, dass manche Mütter und Väter anfangen, ihre Elternschaft zu bereuen. Was kannst du tun, wenn du mit dieser Frustration zu kämpfen hast?

Kennst du irgendwelche Paare, die bereuen, Eltern geworden zu sein? Die mit den neuen Verantwortungen der Elternschaft zu kämpfen haben und sich überfordert fühlen? Diese Gefühle sind nicht so ungewöhnlich, wie du vielleicht annimmst.

Obwohl es wahr ist, dass die Liebe immer vorgeht, fragen sich viele, was sie tun können, um diese Gefühle der Reue zu bekämpfen. Es ist wichtig, dass Eltern wissen, dass es eine riesige Herausforderung ist, Kinder zu bekommen. Elternschaft bringt viele Verantwortungen und Emotionen mit sich.

Falls du diese komplizierte und emotionale Phase der Elternschaft durchmachst, dann lese weiter. In diesem Artikel werden wir versuchen, dir neue Hoffnung zu geben und dir versichern, dass du nicht alleine bist.

Die Elternschaft bereuen: Was nun?

Es gibt viele Gründe, aus denen Eltern bereuen könnten, Kinder bekommen zu haben. Diese können variieren; von der Last, ein Kind großziehen zu müssen, zu der radikalen Veränderung des Lebensstils, bis zu dem Mangel an Freiheit zum Ausgehen und Spaß haben wie früher.

Vielleicht sorgt dich auch die Lage der heutigen Welt, in der wir leben. Dies könnte Ereignisse wie Gewaltverbrechen, Rassismus, Mobbing und viel mehr beinhalten.

Eines ist gewiss: Kinder zu haben verändert das Leben der Eltern drastisch. Manche Leute behaupten, dass es vergleichbar mit einem Tattoo auf der Stirn ist: Es ist etwas für immer, was dich auf ewig definieren wird.

Obwohl viele Schwangerschaften ungeplant sind, solltest du die Elternschaft immer ernst nehmen. Sie sollte als Aufopferung angesehen werden. Das neugeborene Baby wird die gesamte Familie verändern. Du wirst für die nächsten 18 Jahre oder länger auf dieses neue Leben aufpassen müssen.

Elternschaft bereuen

Reue als Tabuthema

Wir leben in einer Gesellschaft, die viel Wert auf den äußeren Schein legt. Wenn du realisierst, dass du etwas anderes denkst und fühlst, als das was die Gesellschaft vorgibt, ist es normal, dass du dies als ein Tabuthema ansiehst. Dadurch könntest du dich wie ein Versager oder eine schlechte Person fühlen.

Viele Eltern, die Probleme beim Großziehen ihrer Kinder haben, nehmen an, dass es nicht möglich ist – über ihre Gefühle und ihre Reue, Eltern geworden zu sein – zu reden.

Sie haben diese Denkweise übernommen, weil sie nicht gegen die Normen verstoßen und als schlechte Menschen angesehen werden möchten. Und was noch schlimmer ist – sie haben Angst, ihre wahren Gefühle der Reue anzuerkennen.

Dieses Thema kann kontrovers sein. Es bringt auch Situationen ans Licht, die immer häufiger vorkommen. Beispielsweise entscheiden sich viele Frauen gegen die Mutterschaft. Dazu zählen auch einige berühmte Frauen.

„Die Elternschaft sollte immer ernst genommen und als Aufopferung angesehen werden. Das neugeborene Baby wird die gesamte Familie verändern.“

Was nun?

Viele Paare entscheiden sich dafür, Eltern zu werden, weil sie sozialen Druck empfinden oder um den gleichen Mustern zu folgen, die bereits seit Jahrhunderten bestehen.

Sie glauben, dass Kinder das ultimative Ziel eines glücklichen und erfolgreichen Lebens als Erwachsene sind. Doch wenn sie dann mit den zahlreichen Verantwortungen des Elternseins konfrontiert werden, brechen sie mental zusammen.

Allerdings gibt es zahlreiche Wege, um mit dieser Situation umzugehen. Der erste und schnellste Weg ist, über deine Gefühle zu reden. Professionelle Hilfe von einem Psychologen oder einem Psychiater kann sehr gut tun. Sie können dir in deiner Sitzung bestätigen, dass es etwas Normales ist, die neue Elternschaft zu bereuen.

Du kannst außerdem mit Familienmitgliedern und Freunden über die Situation reden, in der du dich befindest und mit der du zu kämpfen hast. Das Verständnis und die Liebe der Menschen, die dir am nächsten stehen, wird dir dabei helfen, dich zu beruhigen.

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Selbsthilfe-Bücher

Sollten jedoch Selbsthilfe-Bücher etwas für dich sein, gibt es viele Geschichten und Bücher auf dem Markt, die sich mit dem Thema beschäftigen, die Mutterschaft zu bereuen. In diesen Büchern erzählen Eltern von ihren Erfahrungen und den schweren Zeiten, die sie durchgestanden haben.

Sie erklären auch, wie sie es geschafft haben, diese Situationen zu überwinden und wie sie Frieden gefunden haben. Es ist immer gut und hilfreich, erinnert zu werden, dass Depressionen und andere Probleme der mentalen Gesundheit genauso wichtig sind und ernst genommen werden sollten wie körperliche Schmerzen.

Schließlich solltest du nicht zögern, Hilfe zu suchen, wenn du glaubst, dass die Gefühle der Reue dein Leben ernsthaft beeinträchtigen. Habe keine Angst davor, darüber zu reden, wie es dir wirklich geht.